Zugnamen haben bei der Deutschen Bahn Tradition

Mit dem Start des ICE-Zeitalters vor 25 Jahren begann auch das Ende der Bahn-Epoche, bei der die einzelnen Städteverbindungen im Fahrplan einen Zugnamen trugen.

Mit dem Start des ICE-Zeitalters vor 25 Jahren begann auch das Ende der Bahn-Epoche, bei der die einzelnen Städteverbindungen im Fahrplan einen Zugnamen trugen. „Sämtliche ICE-Verbindungen werden seither im Fahrplan auch nur noch mit Nummerierung aufgeführt. Dafür tragen alle ICE-Triebwagen seither einen Städtenamen als Paten.

Blicken wir ein paar Jahrzehnte zurück in die sogenannten Kursbücher. In den weinroten Wälzern der Bundesbahn sind noch die Zugverbindungen ab Frankfurt mit klangvollen Namen zu entdecken. Als Paradezug waren zum Beispiel folgende TEE (Trans Europa Express) vom Main aus unterwegs:

„Erasmus“ (Den Haag/Amsterdam–Frankfurt–München), „Goethe“ (Paris–Frankfurt), „Helvetia“ (Hamburg–Frankfurt–Zürich), „Merkur“ (Stuttgart–Frankfurt–Kopenhagen), „Prinz Eugen“ (Hannover–Frankfurt–Wien), „Roland“ (Bremen–Frankfurt–Mailand).

Genauso trugen innerdeutsche Intercitys Namen, die an Landschaften erinnerten, die die Züge durchquerten. Der „IC Deichgraf“ (Frankfurt–Westerland/Sylt) oder der „IC Arkona“ (Karlsruhe–Frankfurt–Binz/Rügen) sind zwei Beispiele. Nun also erhalten alle neuen ICE4-Triebzüge eine berühmte Persönlichkeit als Taufpaten.

Zum Beginn der Reformationsjahres machte ein neuer ICE4 den Anfang, der auf den Namen „Martin Luther“ getauft wurde. Es folgt nun am Freitag ein schweizerischer Hochgeschwindigkeitszug: In Basel wird er auf den Namen „Johann Wolfgang von Goethe“ getauft. Weitere ICE erhalten als Taufpaten Konrad Adenauer, die Geschwister Scholl, Hildegard Knef, Fritz Walter, Ludwig Erhard oder Erich Kästner. Margarete Steiff ist ebenso darunter wie Willy Brandt, Thomas Mann oder Vicco von Bülow. map

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