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Corona in Hessen: Verschärfung der Maßnahmen im Rheingau-Taunus-Kreis

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Das Ministerium in Hessen veröffentlicht neue Fallzahlen. Im Kreis Rheingau-Taunus gab es die vergangenen Tage so viele Neu-Infektionen, dass die Schutzmaßnahmen entsprechend angepasst werden müssen.

  • Das Corona-Krise* ist in Hessen noch nicht überstanden.
  • In Wiesbaden stecken sich bei einer Feier mit 100 Teilnehmenden mehrere Gäste mit dem Coronavirus an.
  • Der Rheingau-Taunus-Kreis erreicht die zweite Stufe des Corona-Einsatzplans.

+++ 14.47 Uhr: Die Corona-Fälle im Raum Hessen steigen zunehmend an. Vor allem im Rheingau-Taunus-Kreis sind die aktuellen Infektionszahlen beunruhigend hoch. In den vergangenen Tagen gab es 22 neue Ansteckungen pro 100.000 Einwohner, sodass der Kreis eine Stufe erreichte, die laut Einsatzplan des Landes eine Anpassung der Schutzmaßnahmen erforderlich machte. Der Krisenstab hat daher dazu aufgerufen, Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Maskenpflicht unbedingt zu befolgen. „Es geht nicht um Kontrolle oder Überwachung, sondern alleine um eine Sensibilisierung“, betonte der stellvertretende Landrat Herbert Koch.

Neben dem Kreis Rheingau-Taunus steigen auch die Fallzahlen in Offenbach immer weiter an. Auch hier mussten die Schutzmaßnahmen verschärft werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Laut den aktuellen Corona-Fallzahlen, die das Ministerium für Sozialen und Integration in Hessen veröffentlichte, wurden die häufigsten Neu-Infektionen jedoch in Wiesbaden verzeichnet. Dies hängt vermutlich mit einem privaten Sommerfest zusammen, bei welchem sich zahlreiche Gäste infizierten. Der Hochtaunuskreis vermeldet einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19, sodass die Zahl der Verstorbenen auf 521 steigt.

Die Corona-Fallzahlen in Hessen im Überblick:

  • Kreis Bergstraße: Infizierte 403, Todesfälle 3
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Infizierte 468 (+1), Todesfälle 20
  • Kreis Fulda: Infizierte 434 (+8), Todesfälle 13
  • Kreis Gießen: Infizierte 284, Todesfälle 4
  • Kreis Groß-Gerau: Infizierte 605 (+4), Todesfälle 15
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Infizierte 328 (+1), Todesfälle 22
  • Hochtaunuskreis: Infizierte 311 (+4), Todesfälle 6 (+1)
  • Kreis Kassel: Infizierte 436, Todesfälle 31
  • Lahn-Dill-Kreis: Infizierte 375 (+2), Todesfälle 19
  • Kreis Limburg-Weilburg: Infizierte 327 (+3), Todesfälle 6
  • Main-Kinzig-Kreis: Infizierte 881 (+5), Todesfälle 50
  • Main-Taunus-Kreis: Infizierte 413, Todesfälle 15
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Infizierte 213 (+2), Todesfälle 4
  • Odenwaldkreis: Infizierte 437 (+2), Todesfälle 63
  • Kreis Offenbach: Infizierte 802 (+11), Todesfälle 42
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Infizierte 344 (+2), Todesfälle 5
  • Schwalm-Eder-Kreis: Infizierte 602, Todesfälle 38
  • Vogelsbergkreis: Infizierte 144, Todesfälle 5
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Infizierte 202, Todesfälle 5
  • Werra-Meißner-Kreis: Infizierte 233, Todesfälle 16
  • Wetteraukreis: Infizierte 410, Todesfälle 13
  • Stadt Darmstadt: Infizierte 283, Todesfälle 18
  • Stadt Frankfurt: Infizierte 1986 (+2), Todesfälle 68
  • Stadt Kassel: Infizierte 404, Todesfälle 9
  • Stadt Offenbach: Infizierte 300 (+5), Todesfälle 9
  • Stadt Wiesbaden: Infizierte 574 (+13), Todesfälle 22

Corona in Hessen: Neue Fälle nach privater Feier in Wiesbaden

+++ 09.58 Uhr: Bei einer privaten Feier in Wiesbaden haben sich zahlreiche Personen mit dem Coronavirus infiziert. Von den 100 Teilnehmenden wurden bislang 18 positiv auf das Virus getestet - weitere Testergebnisse stehen noch aus. Der Großteil der Gäste wurde bereits ermittelt und unter Quarantäne gestellt, teilte die Stadt Wiesbaden mit.

Zudem muss das Gesundheitsamt alle Kontaktpersonen der mit Covid-19 infizierten Personen ermitteln, was außerordentlich aufwändig sei. Aufgrund der Sommerferien seien einige bereits in den Urlaub gefahren und somit schwer zu erreichen. Es wird derzeit ermittelt, ob der Veranstalter möglicherweise kein angemessenes Hygiene-Konzept für die private Feier in Wiesbaden hatte.

Corona: Landesregierung gab bisher über Millionen Euro für Schutzausrüstung aus

Update vom Dienstag, 04.08.2020, 09.01 Uhr: Die Landesregierung soll wegen der Corona-Pandemie Schutzausrüstung in Höhe von mehreren Millionen Euro gekauft haben. Laut einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsfraktion in Wiesbaden, gab Hessen demnach mehr als 364 Millionen Euro aus - davon 234,2 Millionen Euro für knapp 55 Millionen Atemschutzmasken sowie 46,8 Millionen Euro für mehr als 63,5 Millionen chirurgische Mundschutze. Darüber hinaus schaffte die hessische Landesregierung über 130 Millionen Einmalhandschuhe an sowie zahlreiche Schutzbrillen, Schutzkittel, Ganzkörperanzüge und Desinfektionsmittel.

Corona in Hessen: Grill- und Picknickverbot in Offenbach

Update vom Montag, 03.08.2020, 18.32 Uhr: Nach dem starken Anstieg der Corona-Fälle in Offenbach hat die Stadt in Hessen mit der Rückkehr zu schärferen Corona-Maßnahmen reagiert. Es solle mehr Kontrollen geben, um „Maskenverweigerer“ zu erreichen, sagte Gesundheitsdezernentin Sabine Groß am Montag nach einer Sitzung des Krisenstabes. Verpflichtende Testungen für Rückkehrer aus Risikogebieten, die bundesweit in dieser Woche erwartet werden, sollen in Offenbach schon jetzt gelten.

Außerdem wurde ein Grill- und Picknickverbot im öffentlichen Raum beschlossen. Gemeinsamer Sport ist in Offenbach nur kontaktlos für maximal zehn Menschen oder Mitglieder eines gemeinsamen Haushaltes und mit anderthalb Metern Abstand erlaubt. Bei städtischen Veranstaltungen oder Kulturveranstaltungen in städtischen Räumen werde zur Fünf-Quadratmeter-Regel zurückgekehrt.

Corona in Hessen: Offenbach beschließt neue Maßnahmen - Tests für Reiserückkehrer

Offenbach hatte am Wochenende den Schwellenwert von 35 Corona-Erkrankten pro 100 000 Einwohnern überschritten. Das Eskalationskonzept des Landes Hessen sieht neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens vor, wenn die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 35 überschreitet. Die gestiegenen Fallzahlen in Offenbach werden vor allem auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten sowie auf ein Einzelereignis, nämlich eine Busfahrt zu einer niederländischen Käsefabrik, zurückgeführt.

Corona-Zahlen in Hessen steigen: Diesen Regionen drohen neue Maßnahmen

Update vom Montag, 03.08.2020, 16.13 Uhr: In Hessen nähern sich weitere Kreise und Städte einer höheren Corona-Eskalationsstufe an. So liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Odenwaldkreis bei 18, in der Stadt Wiesbaden bei 15. Im Rheingau-Taunus-Kreis liegt die Inzidenz bei 22. Ab einem Wert von 20 ist Warnstufe 2 erreicht und das Land Hessen sieht vor, eine erhöhte Aufmerksamkeit auf die betroffene Region zu legen und „bedarfsgerecht angepasste Maßnahmen“ einzuführen. In Offenbach liegt die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin bei 36 und überschreitet damit sogar Eskalationsstufe 3.

Nach Angaben des Hessischen Sozialministeriums wurden von Sonntag auf Montag (03.08.2020) 25 Neuinfektionen in Hessen registriert, die Gesamtzahl der Infektionen im Land stieg auf 12.142. Ein Covid-19-Todesfall kam innerhalb der 24 Stunden nicht hinzu. In Hessen liegt die Opferzahl seit Beginn der Corona-Krise bei 520.

Corona in Hessen: Fallzahlen vom Ministerium weichen ab – tatsächliche Infektionen höher

Die offiziellen Fallzahlen des Sozialministeriums können von den Daten der zuständigen Kreise und Gesundheitsämtern abweichen. So teilte der Odenwaldkreis mit, dass innerhalb von 24 Stunden weitere Neuinfektionen registriert wurden, aus den Zahlen des Ministeriums geht das jedoch nicht hervor.

Update vom Sonntag, 02.8.2020, 14.55 Uhr: Nachdem Offenbach bereits die erste Schwelle überschritten hatte, steigt die 7-Tage-Inzidenz bedrohlich weiter. Der Grenzwert beschreibt alle bestätigten Corona-Fälle der vorangegangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner. Seit Sonntag (2.08.2020) hat die Stadt Offenbach jetzt eine weitere Warnstufe überschritten. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 36 gestiegen. Ab dem Wert 35 sieht das Sozialministerium in Hessen vor, weitere Maßnahmen einzuleiten und einen Planungsstab einzubiden, die dritte Eskalationsstufe des Corona-Plans des Sozialministeriums tritt in Kraft.

Corona in Hessen: Weiterer Kreis überschreitet ersten Corona-Grenzwert

Doch nicht nur in Offenbach steigen die Corona-Neuinfektionen in besorgniserregende Höhen. Auch im Rheingau-Taunus-Kreis wurde bereits der erste Warnwert überschritten. Hier beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz bereits 22. Somit sieht das Hessische Sozialministerium hier „erhöhte Aufmerksamkeit und bedarfsgerecht angepasste Maßnahmen“ vor. Und ein weiterer Kreis in Hessen ist kurz vor dieser Marke. Denn der Odenwaldkreis muss bereits den Wert 18 vermelden.

Auch für ganz Hessen sind die Zahlen an Neuinfektionen insgesamt wieder höher, als am Vortag (01.08.2020). So wurden innerhalb von 24 Stunden 88 Neuinfektionen verzeichnet. Damit steigen die Zahlen in Hessen insgesamt auf 12.117. Weitere Todesfälle gab es zum zweiten Mal in Folge keine, weiterhin steht der Tod von 520 Menschen in Hessen in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Corona in Hessen: Die aktuelle Fallzahlen – Offenbach überschreitet erste kritische Marke, Tendenz steigend

Update vom Samstag, 01.8.2020, 15.28 Uhr: Wieder hat das Sozialministerium die aktuellen Corona-Fallzahlen für Hessen veröffentlicht und wieder steigen die Neuinfektionen – allerdings etwas weniger als noch am Vortag (31.07.2020). So gibt es in Hessen insgesamt 12.029 bestätigte Corona-Infektionen, ein Anstieg von 64 in 24 Stunden. Weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gibt es keine zu vermelden.

Nachdem die Stadt Offenbach bereits den ersten Schwellenwert überschritten hatte, steigen die Zahlen in der Stadt jetzt weiter an. Zuvor betrug der Wert, der sich aus der Zahl an Infizierten pro 100.00 Einwohner zusammensetzt 21,6. Damit war die erste kritische Marke überschritten, die „erhöhte Aufmerksamkeit“ beinhaltet. Jetzt ist die Sieben-Tages-Inzidenz in Offenbach auf den Wert 30 angestiegen. Geht dieser beunruhigende Trend weiter und überschreitet dieser Wert die Zahl 35, dann sieht das „Präventions- und Eskalationskonzept“ von Hessen weitere Maßnahmen vor. Diese beinhalten erweiterte Maßnahmen und eine Einbindung des Planungsstabs Covid-19 des Sozialministeriums.

Corona in Hessen: Ausbruch in Seniorenheim

+++22.06 Uhr: In einem Seniorenheim im hessischen Niedernhausen sind 19 Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Verwaltung des Rheingau-Taunus-Kreises mit. Einige Befunde stünden noch aus. Insgesamt wurden am Donnerstag 180 Menschen - Bewohner, Personal und Kontaktpersonen - getestet. Bisher gehe es allen gut, drei Bewohner litten an einem trockenen Husten. Eine Person werde stationär im Krankenhaus behandelt.

Hessen: Sozialministerium veröffentlicht aktuelle Corona-Fallzahlen

+++14.34 Uhr: Die Zahl der bisher bestätigten Corona-Infektionen in Hessen ist auf insgesamt 11.965 gestiegen. Das sind 70 Fälle mehr als noch am Vortag, wie das hessische Sozialministerium meldet (Stand: 31.07.2020, 14 Uhr). Auch ein weiterer Todesfall in Offenbach wurde bestätigt. Damit steigt die Gesamtzahl nun auf 250.

Corona in Hessen: Kommt die nächste Corona-Welle? Region überschreitet ersten Grenzwert

Update vom Freitag, 31.07.2020, 13.05 Uhr: In Hessen steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektion weiterhin an. Die erste Region hat nun den vom Land Hessen festgelegten ersten Schwellenwert bei Corona-Neuinfektionen überschritten. Der Wert von Infizierten pro 100.000 Einwohner ist in Offenbach innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 21,6 gestiegen. Die erste kritische Marke, die eine „erhöhte Aufmerksamkeit“ vorsieht, liegt in Hessen bei einer sogenannten Sieben-Tages-Inzidenz von 20. Die nächste Stufe würde bei 35 erreicht. Über neue Maßnahmen will sich die Stadt Offenbach nun am Nachmittag beraten.

Corona in Hessen: Reiserückkehrer meldet sich erst spät beim Amt - Infizierte Ratshausmitarbeiter

Der Wetteraukreis liegt zwar unter dem Schwellenwert. Hier macht jedoch aktuell die Sorglosigkeit eines Reise-Rückkehrers fassungslos. Der Mann hatte im Urlaub in Südeuropa offenbar unmittelbaren Kontakt mit einem Corona-Infizierten*. Weil er die Meldung des Reiseveranstalters jedoch für einen Scherz hielt, meldete er sich erst nach mehr als einer Woche beim Gesundheitsamt. Und das auch erst, nachdem typische Symptome bei ihm aufgetreten waren. Auf das Gesundheitsamt komme nun viel Arbeit zu, um die Kontaktpersonen zu ermitteln.

Drei Corona-Infektionen gab es unterdessen auch bei Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Reichelsheim im Wetteraukreis. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt hat der Bürgermeister deshalb die Stadtverwaltung für den Publikumsverkehr für Donnerstag (30.07.2020) und den heutigen Freitag (31.07.20) geschlossen. Proben der restlichen Mitarbeiter wurden genommen, die Ergebnisse sollen im Laufe des Tages feststehen.

Corona in Hessen: Neuinfektionen in vielen Landkreisen – Fallzahlen steigen weiter

+++ 20.04 Uhr: In der Wetterau musste ein Rathaus wegen einer Corona-Infektion am 30. und 31 Juli vollständig geschlossen werden. Drei Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung in Reichelsheim hatten sich mit dem Virus angesteckt. Alle Beschäftigten der Stadtverwaltung sollen jetzt auf das Coronavirus getestet werden.

Infolge des Vorfalls wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass Menschen, die Kontakte zu Infizierten hatten, zwei Wochen in Quarantäne zu gehen. Damit sollen Vorfälle wieder der in der Stadtverwaltung Reichelsheim verhindert werden.

Corona-Neuinfektionen in vielen Landkreisen in Hessen

Update vom Donnerstag, 30.07.2020, 15.40: Die Zahl der bestätigten Fälle des Coronavirus in Hessen ist am Donnerstag um 89 gestiegen. In Hessen insgesamt gibt es nun 11.895 Fälle, im Vergleich zu 11.806 Fällen am Vortag, teilte das Sozialministerium mit.

Die höchste Zahl an Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden gab es in Wiesbaden (12) und im Kreis Offenbach (10). Im Schwalm-Eder-Kreis gab es einen weiteren Todesfall durch Covid-19. Insgesamt sind in Hessen nun 519 Personen am Coronavirus verstorben.

Corona in Hessen: Fahlzahlen steigen weiter

Update vom Mittwoch, 29.07.2020, 15.26: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Hessen ist am Mittwoch um 63 Fälle gestiegen. Insgesamt wurden nach 11 743 Fällen am Vortag nun 11 806 Infizierte registriert, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden mit. Die Zahl der Todesfälle, die mit der Erkrankung Covid-19 in Verbindung gebracht werden, blieb bei 518.

Der Schwellenwert für eine Verschärfung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Ab 20 Neuinfektionen stehen die betroffenen Regionen unter genauerer Beobachtung, es kann erste lokale Beschränkungen geben.

Den höchsten Wert in Hessen hat in dieser Betrachtung derzeit die Stadt Offenbach mit 17, gefolgt von Darmstadt (16), vom Schwalm-Eder-Kreis (13) und vom Rheingau-Taunus-Kreis (12). In der Statistik des Ministeriums werden nur Angaben erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt wurden. Die Angaben können von denen der Landkreise abweichen.

+++ 14.35 Uhr: Das Hessische Sozialministerium veröffentlicht am Nachmittag die aktuellen Corona-Fallzahlen für das Land. Nach Angaben des täglichen Bulletin des Sozialministeriums gibt es in Hessen am Dienstag (28.07.2020, Stand 14.00 Uhr) 11.743 bestätigte Corona-Fälle. Das sind 58 Fälle mehr als noch am Vortag.

Corona in Hessen: Kein Anstieg der Todesfälle nach Covid-19

Die Zahl der Todesfälle hat sich nicht verändert. Damit sind in Hessen weiterhin insgesamt 518 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Corona in Hessen: Massenhafter Urlauber-Ansturm auf kostenlose Corona-Tests

Erstmeldung vom Dienstag, 28.07.2020: Frankfurt – In Hessen ist bei den Sommerferien schon wieder Halbzeit und die Zahl der Neuinfizierten mit dem Coronavirus steigt an. Ein „erheblicher Anteil“ der Infektionen sei auf Reiserückkehrer zurückzuführen, heißt es aus dem Hessischen Sozialministerium. Die Behörde hat daraufhin ihren Widerstand gegen massenhafte Corona-Tests* abgelegt.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten in der vergangenen Woche beschlossen: Alle Urlaubs-Heimkehrer aus Gebieten, die das Robert-Koch-Institut als „Risikogebiet“ einstuft, sollen sich kostenlos und direkt am Flughafen auf das Coronavirus* testen lassen können. Denn wer aus einem Risikogebiet zurückkehre, könne mit einem negativen Testergebnis die zweiwöchige Quarantäne umgehen.

Urlaub im Risikogebiet: Corona Testzentren an deutschen Flughäfen

Reisende können sich schon seit einer Weile an zwei Standorten am Flughafen Frankfurt auf Corona testen lassen. Bisher ist das Angebot noch kostenpflichtig. Der Betreiber „Centogene“ verlangt für einen Schnelltest 139 Euro. Mit einigem Vorlauf kostet der Test 59 Euro.
Am größten Flughafen Deutschlands bei Frankfurt wird es zunächst auch noch keine kostenlosen Corona-Tests für Auslandsurlauber geben. Der Flughafenbetreiber Fraport verwies am Montag erneut auf ungeklärte Fragen etwa zur Trägerschaft und Kostenübernahme. Man befinde sich in enger Abstimmung mit den Behörden, sagte ein Unternehmenssprecher. 

„Es gibt dafür keine Grundlage“ - Kostenlose Corona-Tests aktuell noch nicht durchführbar

Und genau das sei das Problem. Der Ansturm auf die kostenlosen Tests in Hessen* ist groß. Doch die Strukturen sind noch im Aufbau - und ein Gesetz fehlt auch noch. Am Montag (27.07.2020) wollten sich bereits viele Reiserückkehrer kostenlos auf Corona testen lassen. Sie wurden enttäuscht. „Es gibt dafür keine Grundlage“, sagt Alexander Kowalski, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KVH). Das Gesetz, das die Grundlage für die kostenlosen Corona-Tests darstellen soll, ist aktuell noch in Arbeit.
Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssten sich also weiterhin in eine zweiwöchige Quarantäne begeben.

Stark nachgefragt: das Testcenter am Frankfurter Flughafen. 

Corona in Hessen: Aktuelle Fallzahlen des Sozialministeriums

Nach Angaben des Sozialministeriums gibt es in Hessen am Montag (27.07.2020) 11.685 bestätigte Corona-Fälle. Das sind fünf mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle hat sich nicht verändert. Damit sind in Hessen weiterhin insgesamt 518 Menschen an Covid-19 gestorben.

Den Angaben zufolge arbeitet das Sozialministerium „mit Hochdruck“ an den organisatorischen Strukturen für die kostenlosen Corona-Tests. „Angestrebt werden möglichst umfangreiche Testmöglichkeiten.“ Involviert ist auch das Frankfurter Gesundheitsamt. „Die Kapazitäten am Flughafen werden ausgebaut“, sagt der Infektiologe Udo Götsch. Der Experte mahnt aber auch, dass ein negatives Testergebnis nur eine Momentaufnahme sei. iwe (*fnp.de und fr.de sind Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.)

Rubriklistenbild: © Jens Büttner

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