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Arbeiten an Deutschlands postalischem Tor zur Welt

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Martin Wolf und Annette Schrimpf DHL Paket
Martin Wolf und Annette Schrimpf. © Deutsche Post DHL / Bernd Georg

eCommerce-Drehscheibe für internationale Sendungen / Täglich bis zu 700.000 Brief- & 300.000 E-Commerce-Sendungen / Wichtiger Arbeitgeber am Frankfurter Flughafen 

Das Herz der internationalen Postlogistik schlägt seit 25 Jahren am Frankfurter Flughafen. Dort hat die Deutsche Post 1997 das Internationale Postzentrum (IPZ) in Betrieb genommen. Wichtigstes „Kapital“ des IPZ sind die 1.500 Mitarbeiter:innen aus 63 Ländern, von denen wir deshalb einige vorstellen.

Martin Wolf und Annette Schrimpf DHL Paket
Martin Wolf und Annette Schrimpf. © Deutsche Post DHL / Bernd Georg

Über Vertrauen & Teamarbeit zu Erfolg
„Unser Geschäft verändert sich schnell und wir müssen uns daher immer wieder neu erfinden. So bearbeiten wir hier zwar den Großteil der internationalen Briefpost und Luftpostpakete, haben uns mittlerweile aber hauptsächlich auf die Bearbeitung von internationalen E-Commerce-Sendungen spezialisiert“, erklärt Niederlassungsleiter Martin Wolf sein Geschäft. Und: „Deshalb brauchen wir Mitarbeiter:innen, die sich bei uns in allen Bereichen aktiv einbringen können und das auch wollen. Das ist auch eine Frage der Führung, bei der es meines Erachtens hauptsächlich um Vertrauen geht, das man sich immer wieder neu erarbeiten und, wenn man es einmal hat, hüten muss wie einen Schatz.“

Das sieht auch Annette Schrimpf so. Die 52-jährige Betriebschefin ist seit Anfang an dabei. Sie kümmert sich darum, dass Qualität und Kosten im Betrieb stimmen und ist, immer wieder aufs Neue,  beeindruckt vom interkulturellen Teamwork des IPZ-Personals: „Unsere Mitarbeiter:innen sind so international wie unser Geschäft. Die Teamarbeit über nationale und kulturelle Grenzen hinweg klappt bei uns prima. Das ist einer der Gründe für unsere erfolgreiche Arbeit.“

Linda Carstensen DHL Flugzeug
Linda Carstensen. © Deutsche Post DHL / Bernd Georg

Sprachtalent & Einkäuferin
Linda Carstensen sorgt dafür, dass das IPZ stets über ausreichende Transportkapazitäten verfügt und kauft diese bei Airlines und Speditionen ein. Die 30-jährige hat bei der Deutschen Post ein Duales Studium in „BWL mit Schwerpunkt Logistik“ absolviert und fühlt sich in ihrer Rolle als „Sachgebietsleiterin Internationale Transporte“ pudelwohl: „Mit meinem Team macht das großen Spaß. Wir haben eine Netzwerkfunktion inne, mit zahlreichen internen und externen Schnittstellen und fast täglich neuen Situationen, auf die wir reagieren müssen. Das macht es besonders spannend und interessant.“ Logisch, dass Fremdsprachenkenntnisse in diesem internationalen Umfeld von Vorteil sind: „Ich spreche deutsch, englisch und französisch - und plattdeutsch“, sagt Carstensen, die aus Husum stammt und in Karlsruhe lebt.

Steffen Leuchte DHL Techniker
Steffen Leuchte. © Deutsche Post DHL / Bernd Georg

Der Mann für alle Fälle
Über persönliche Empfehlung zur Post gekommen, sorgt Steffen Leuchte im IPZ seit November 2000 dafür, dass technisch alles im Lot ist: „Ohne uns Betriebstechniker läuft in unserem Haus nichts. Insofern ist unsere Arbeit wichtig für unseren Betrieb und die Qualität, die wir unseren Kunden bieten können“, skizziert der 44-jährige, der gebürtig aus der Porzellanstadt Meißen stammt, seine Tätigkeit. Der gelernte Elektromechaniker, der von Neu-Isenburg zu seinem Arbeitsplatz radelt, kennt das gesamte Gebäude in- und auswendig. „Bei uns Technikern ist die Grundidee, dass jeder alles machen und instand setzen kann. Das bedeutet einerseits Abwechslung im Job, andererseits muss man auch entsprechend flexibel sein und immer dazu lernen wollen“, weiß er um die besondere Herausforderung.  

Aissa el Jilalayen Fahrzeug
Aissa el Jilalayen. © Deutsche Post DHL / Bernd Georg

Was macht denn eine „Klärstelle“ im IPZ?
„Wir sorgen dafür, dass defekte Beutel und solche mit fehlenden Beutelfahnen und ohne Leitinformationen trotzdem bearbeitet werden können und die Sendungen ihre Empfänger:innen schnell und zuverlässig erreichen“, erklärt Aissa el Jilalayen. Der 57-jährige stammt aus Marokko und ist seit 1990 bei der Deutschen Post beschäftigt. „Ich habe zuerst in der Hafenstraße gearbeitet und war dann Briefzusteller in Hanau-Lamboy. Nun bin ich seit schon seit zehn Jahren im IPZ und wirklich sehr zufrieden. Erstens sind wir hier ein super Team und zweitens ist die Post ein guter und verlässlicher Arbeitgeber. Sonst wäre ich auch nicht schon 32 Jahre dabei“, betont el Jilalayen, der mit seiner Familie in Flörsheim wohnt.

Oscar Andrés Lozano Varon DHL
Oscar Andrés Lozano Varon. © Deutsche Post DHL / Bernd Georg

Von der Gastronomie zur Post
Früher war Oscar Andrés Lozano Varon unter anderem in der Gastronomie beschäftigt. Seit 26 Jahren ist er in Deutschland und seit 2017 beim IPZ als Logistiker im Erdgeschoss des Gebäudes tätig. Dort sorgt er dafür, dass der hausinterne Palettentransport reibungslos funktioniert und die Aufgabestellen des Sorters regelmäßig ver- und entsorgt werden. „Meistens arbeite ich in der Frühschicht, von 06.15 bis 14.00 Uhr. Mir gefällt meine Arbeit sehr, denn sie ist abwechslungsreich, ich habe einen internationalen Kolleg:innenkreis und auch einige Kolumbianer:innen sind dabei“, erzählt Oscar Andrès, der von Langen zum IPZ pendelt.

Roberto Borges Silva und Winta Shiferaw. DHL Pakete
Roberto Borges Silva und Winta Shiferaw. © Deutsche Post DHL / Bernd Georg

Das Kürzel „BBÖ“ …
… steht im IPZ für „Bunde- und Beutel-Öffnungsstelle“. Denn hier im ersten Obergeschoss des „Glaskastens“ werden aus Sendungsgebinden einzelne Sendungen, die so maschinell bearbeitet und in die postalischen Netze eingespeist werden können. Eine wichtige Tätigkeit, bei der auch Winta Shiferaw mitarbeitet. Die Offenbacherin stammt aus Äthiopien und hat in ihrem „ersten Leben“ etwas ganz anderes gemacht. Nach ihrem BWL-Studium mit Schwerpunkt Buchhaltung hat sie im äthiopischen Konsulat unter anderem als Chefsekretärin gearbeitet. Nachdem das Konsulat geschlossen wurde, wechselte die Mutter zweier Kinder 2015 zum IPZ. Hier arbeitet sie heute in der Sortierung, Datenerfassung und Zollbearbeitung. „Ein toller Job mit familienfreundlichen Arbeitszeiten. Die Arbeitsatmosphäre ist wirklich gut und bisher haben wir für alles flexible Lösungen gefunden“, betont Shiferaw.

Das bestätigt auch Roberto Borges Silva, gebürtiger Bad Homburger mit portugiesischen Wurzeln und bekennender Eintracht-Fan: „Ich bin über eine Zeitarbeitsfirma gewissermaßen in das IPZ hineingerutscht und arbeite heute hier als Teamleiter.“ Dass dem 30-jährigen seine Arbeit Spaß macht, merkt man sofort: „Wir sind hier quasi wie eine Familie, helfen uns gegenseitig und schauen, dass die Arbeit läuft“, betont er. Und: „Der internationale Faktor ist wichtig. Ebenso wie die gute Erreichbarkeit des Flughafens“, betont Borges Silva, der mit Frau und Sohn in Frankfurt-Höchst lebt.

Corine Machikou Temdemnou und Alessandro Borrini Pakete DHL Zoll
Corine Machikou Temdemnou und Alessandro Borrini. © Deutsche Post DHL / Bernd Georg

Die Drei vom Zoll
Im ersten Obergeschoss des IPZ geht es auch um die Zollbearbeitung der Postsendungen. Dort ist das Reich von Alessandro Borrini, der aus La Spezia stammt und als Koordinator für Frachtsendungen für Qualitäts-Checks und die Beutelvereinnahmung zuständig ist. Das heißt, kontrollieren, ob Beutelfahnen und Codes stimmen und, wenn notwendig, Korrekturen vornehmen. „Klar, ist das auch manchmal stressig, aber normal macht das schon Spaß und die Internationalität der Sendungen und unseres Teams ist ein Riesenpluspunkt“, sagt der 55-jährige, der am Dornbusch zuhause ist.

Apropos Internationalität: Von Douala in Kamerun über Bologna in Italien, Bensheim an der Bergstraße nach Frankfurt-Niederrad und ins IPZ: so in etwa lässt sich der Weg nachzeichnen, den Corine Machikou Temdemnou zurückgelegt hat. Nach ihrem Biotechnologie-Studium arbeitet die 39-jährige heute als Team-Koordinatorin im Zollbereich des IPZ: „Bei der Post habe ich bereits als Studentin gejobbt. Und schon damals gemerkt, dass das ein guter Arbeitgeber ist. Mit gefällt meine Arbeit, weil sie dynamisch ist und jeden Tag etwas Neues bringt. Der Kontakt mit meinen Kolleg:innen ist mir besonders wichtig und die Tatsache, dass es sehr abwechslungsreich ist. Gemeinsam machen wir hier zum Beispiel die elektronische Zollanmeldung, die Gestellungsprüfung, die Vereinnahmung der Postbeutel und die Leitcodierung.“

Seda Güzel  DHL Zoll Paket
Seda Güzel. © Deutsche Post DHL / Bernd Georg

Das mit der Abwechslung und dem guten Teamwork kann Seda Güzel nur bestätigen, die schon seit 2016 im Zollbereich des IPZ arbeitet und dort für die elektronische Zollanmeldung verantwortlich zeichnet. Die Dietzenbacherin, die ursprünglich aus Izmir stammt und in der Türkei ein VWL-Studium absolviert hat, schwärmt von ihrer Arbeit auch deshalb, „weil die Arbeitszeiten hier sehr familienfreundlich sind“, was für die Mutter von zwei Kindern selbstverständlich ein wichtiger Aspekt ist. Für sie offenbar der richtige Job, denn: „Ich liebe meine Arbeit und komme jeden Tag mit Freude hierher!“ Einen besseren Schlusssatz gibt es nicht.

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